Der ganze Abend ein Crescendo des guten Geschmacks und gesitteten Feierns. Doch fangen wir dort an, wo andere Geschichten bereits lahmen. Am Anfang..
Schon zeitig trifft man sich zum gemeinsamen Treffen. Zur Einstimmung wird der erste Teil von Grindhous zelebriert. Ein Machwerk aus den Händen Terentino und Rodriguez. Das erste Bier wird vernichtet.
Auf dem Weg zum Ambassador Theatre in Dublin wird eine Flasche Cola mit Beigeschmack dem Erdboden gleich gemacht. Schon hatten wir das richtige Bacardi-Feeling!

Das Betreten des Theatre schockierte doch sehr. Ein Platzzuweiser im alten Stile begrüßte uns höflicher Art. Doch der erste Anflug von Verwirrung wich dem wohligem Gefühl einer Punk-Rock-Party sobald wir die Bar und die Bühne erblickten.
Zu erwähnen bleibt, daß mich Thomas, der dunkle Mitbewohner, Frau Victoria, die Spanierin, Herr Merz, der auch im Mai Spaß hat, und natürlich der Jens, zudem mir nix mehr einfällt, begleitet haben. Unten zusehen ist der Herr Merz an meiner Seite.

Die erste Vorband sollte auch nicht lang auf sich warten lassen. Zumindest ertränkten wir die Zeit in zwei Bier. Worte zu verlieren lohnt sich kaum. Der Bassist ein Schulbandmitglied alter Schule. Haare lang, Brille rund, AC/DC-Shirt an und den Blick immer auf den Saiten. Die Leadgitarre dudelte so vor sich hin und viel nicht weiter auf. Auch eine Sängerin muß die Combo wohl gehabt haben. Doch nur ihre Stimme war zu vernehmen, sie selbst zog den Schutz ihres Basecaps vor.
Der Sound klang angenehm, doch die Bühnenpräsenz mußte für kleine Mädchen.
Doch der Abend hatte erst angefangen zu beginnen. Metro Riots! Meine lieben Leserinnen und Leser merken sie sich diesen Namen. Was diese Band auf die Bühne zauberte brachte den Sall zum implodieren. Endlich versammelten sich mehr als 10 Mann und 5 Frauen vor der Bühne. Es gab sogar schon zärtliche Versuche zu Pogen.
Leider kann dieses Video nicht die Live-Power transportieren, welche diese Band beherbergt. Ich bekomme immer noch Kopfweh wenn ich an die Bewegungen von Gitarrist Danny Fury denke.
Doch nun sollte die Show beginnen. Vorhang auf für Miss Lewis und die Leckenden!

Am Anfang noch mit Federbusch und kraftvoller Stimme. Sofort rockte das Haus, der Saal tobte und wir tanzten uns die Seele aus dem geschundenen Leibern. Schlag auf Schlag kamen die Kracher des neuen und vergangenen Album. Der Pogo wagte sich nun auch aus dem Versteck und zog die Massen in den Bann. Party Ahoy!
Selbst nach mehreren Songs, wobei die ruhigen Stücke Verschnaupausen brachten, um danach wieder auszurasten, verlor die bezaubernde Juliette nur ihre Federn, nicht jedoch ihre Kraft.

Krönender Abschluß waren Crowd-surfende Gäste, denen sich natürlich auch Miss Lewis wieder anschloß. Bezaubernd wie eng sich alle drängten um einmal Hand an ihr anzulegen.
Der Abend wurde hierauf im Fibbers zur Ruhe gelegt. Ein wenig Rock unter den Straßen von Dublin und weitere Biere brachten uns auch dem Schlafe nahe. So viel ich irgendwann ins Bett, besoffen und mit einem Tinitus, der selbst heute nicht verklungen ist.
Um auch diesen Beitrag ein würdiges Ende zu bereiten, präsentiere ich noch mein Outfit dieses fabulösen Abends. Party on Wayn!